Der Weg durch die Eifel....

Die Wallfahrt beginnt jedes Jahr am Pfingstsonntag um 12.55 Uhr in der Basilika in Prüm/Eifel.

Aus der Region Prüm treffen sich die Pilger vor der Basilika. Alle Orte sind vertreten. Selbst aus dem Ruhrgebiet, Rhein-Main-Gebiet, südliche Weinstrasse und der Bodensee-Region sind Pilger angereist.

Der Traktor mit Anhänger steht für das Gepäck der Pilger bereit.

Mit dem Gebet zum Beginn der Wallfahrt und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis wird die Wallfahrt eröffnet. Es folgt die Eröffnung des Rosenkranzes. Mit dem Spruch "In Gottes Namen gehen wir, und an Jesus Christus glauben wir" verlässt die Prozession die Basilika zu Prüm. Der Musikverein Prüm begleitet die Prozession auf ihrem ersten Stück bis Niederprüm. Eine Prümer Springergruppe stellt auf dem ersten Teilstück den Prozessionsanfang.

Die Pilger teilen sich in zwei Reihen auf und in der Mitte gehen die Vorbeter auch Brudermeister genannt. Vorne gehen der Kreuzträger in der Mitte und links und rechts die Fahnenträger. Von Vorne erkennt man die Aufschrift Wachet und Betet.

Gegen 13.45 Uhr erreicht die Prozession die Kirche zu Niederprüm. In jeder Kirche werden drei Vater unser und Gegrüßet seist du, Maria .. gebetet. Das Allerheiligste wird durch den Priester gezeigt und mit der Bitte, die Anliegen der Gemeinde mit auf den Weg nach Echternach zum Grab des heiligen Willibrord mit zunehmen, verlässt die Prozession die Kirche zu Niederprüm. Draußen wartet schon der Musikverein von Niederprüm, um die Pilgerschar auf dem nächsten Teilstück zu begleiten.

Es geht durch das Prümtal nach Watzerath. Hier steht ein Kreuz der Springprozession. An diesem Kreuz werden drei Vater unser und Gegrüßet seist du, Maria .. gebetet.

Weiter geht es durch das Tal in Richtung Pronsfeld. Inzwischen ist mit dem Rosenkranzgebet begonnen worden. Abwechselnd beten die rechte und die linke Pilgerreihe.

Gegen 16.00 Uhr betritt die Prozession unter lautem Glockengeläut die Kirche zu Pronsfeld. Es wiederholt sich der Ablauf wie in jeder Kirche. Inzwischen kann fast jeder Pilger auch ohne Gesangsbuch den Text der immer wiederkehrenden Lieder.

Auch hier wird die Prozession vom Musikverein Pronsfeld auf dem nächsten Wegstück bis Lünebach begleitet.

Vorbei an den Kirmesbuden ziehen die Pilger in die Kirche von Lünebach ein. Es folgt der gleiche Ablauf wie in den vorherigen Kirchen jedoch mit einer Änderung. In Lünebach ist Kaffeepause. Man hat etwa 50 Minuten Zeit sich von der 1. Etappe zu erholen.

Gegen 18.00 Uhr geht es dann auf das letzte Teilstück des Sonntages. Waxweiler ist das Tagesziel. Am Ortsende von Lünebach steht ein Kreuz der Prozession. Hier wird für ein Gebet kurz angehalten.

Ab 18.50 Uhr wartet am Ortsanfang bereits der Dechant von Waxweiler mit seinen Gehilfen und Messdiener auf die Ankunft der Prozession. Ebenfalls bereit gemacht haben sich der Musikverein Waxweiler und die Springergruppen aus Waxweiler. Es sind Kindergartengruppen, Schulklassen und Erwachsene, die sich auf das erste Springen im Jahr freuen. Die Pilgerprozession zieht vorne weg in den Ort, gefolgt vom Dechant mit den Messdienern, den Springergruppen und dem Musikverein.

In der Kirche erhalten die Pilger den Schlusssegen und suchen anschließend ihre jeweiligen Unterkünfte für die Nacht auf. Viele Pilger aus dem Prümer Raum werden von Bekannten abgeholt und wieder nach Hause zurück gebracht. Andere Übernachten bei Freunden oder Verwandten in der Umgebung von Waxweiler. In 2007 wird zum ersten Mal auch die Turnhalle zum Übernachten angeboten. Dies wurde im ersten Jahr von 9 Pilgern dankend angenommen.

Der zweite Tag, Pfingstmontag beginnt mit einer Pilgermesse um 6.00 Uhr früh in der Kirche zu Waxweiler. Alle sind wieder angereist um den nächsten Abschnitt anzugehen. Nach dem Pilgeramt besteht die Möglichkeit, im Pfarrheim ein Frühstück einzunehmen. Die Waxweiler Frauen haben einen reich gedeckten Frühstückstisch vorbereitet. Jeder gibt am Ausgang gerne eine Spende hierfür. Anschließend werden die Füße noch ein bisschen massiert.

Um 7.00 Uhr geht es von Waxweiler (Kirche) weiter. Es wiederholen sich die gleichen Gebete wie vom Tag zuvor. Die Anzahl der Pilger hat sich noch mal stark erhöht. Zwischen 400 und 450 Pilger, je nach Wetter, gehen gemeinsam den Berg hoch nach Krautscheid. Wieder werden die Pilger vom Musikverein Waxweiler auf dem ersten Stück begleitet.

Wenn es regnet, wie im Jahr 2007 ist es für die Brudermeister besonders schwierig die Zeichen seines Vordermannes zu erkennen. Die Regenschirme verhindern jede freie Sicht.

Zur Frühstückspause sind wir gegen 8.30 Uhr in Krautscheid. Hier haben die Pilger ca. 45 Minuten Gelegenheit sich etwas zu stärken und auszuruhen.

Mit dem Musikverein Ringhuscheid geht es dann talwärts bis zur Wahl. Hier steht ebenfalls ein Kreuz der Springprozession. An diesem Kreuz werden neben den Gebeten Ehrungen von Pilgern vorgenommen, die den Weg nach Echternacher 25 oder 40 Mal bereits gegangen sind. Begleitende Priester halten eine Ansprache an die Pilger.

Der Musikverein Ammeldingen steht als Begleiter bereit. Dieser Musikverein begleitet die Prozession bis zum Ortanfang von Neuerburg.

Gegen 11.30 Uhr erreichen wir das Ortsschild von Neuerburg. Der Einzug der Prozession in die Stadt Neuerburg wird vom Musikverein der Stadt unterstützt. Nach dem Gebet in der Kirche von Neuerburg freuen sich alle Pilgerund besonders die Füße auf eine Stunde Mittagspause.

Um 13.00 Uhr geht es von der Kirche zu Neuerburg in Richtung Sinspelt weiter. Die Prozession folgt der Straße durch das enge Tal der Enz. Inzwischen werden die Fürbitten in der Prozession gebetet.

In Sinspelt erwartet uns der Musikverein Utscheid. Dieser begleitet die Prozession durch den Ort. Am Ortsende sind bereits die Häuser von Mettendorf zu erkennen. Auf dem Zwischenstück nach Mettendorf erfolgt der Opfergang, die Sammlung für die Prozession. Mit dem Geld werden die Kosten für den Unterhalt der Fahnen, der Kreuze, Verkehrsregelungen etc. getragen. Gegen 15.00 Uhr werden wir vom Musikverein Mettendorf mit Choralmarschmusik empfangen und bis zur Kirche begleitet.

Alle Pilger freuen sich auf eine Pause. Man setzt sich in den Schatten und stärkt sich mit den mitgebrachten Broten und Getränke. Im Gemeindehaus (neben der Kirche) bieten Bürger aus Mettendorf den Pilgern Getränke, Brote und Kuchen an. Dies wird gerne angenommen und mit einer Spende am Ausgang belohnt.

Um 16.15 Uhr treffen sich die Pilger in der Kirche. Es beginnt das letzte Teilstück für den Pfingstmontag. Es ist das schwierigste Stück. Bereits vor dem Ortsende beginnt der Anstieg nach Nusbaum.

Von dort geht es weiter bis zum Schwarzen Bruch, Ankunft ca. 18.15 Uhr je nach Wetterlage und Kondition der Teilnehmer. Hier macht die Prozession einen Halt um das Schlussgebet der Fürbitten zu sprechen. Ein begleitender Priester der Prozession hält eine Ansprache.

Anschließend geht es den Berg hinunter nach Bollendorf. Auf diesem Wegstück besteht die Möglichkeit der Beichte. Ein Priester geht mit kleinem Abstand am Ende der Prozession und bietet den Pilgern die Beichtgelegenheit an. In Bollendorf werden wir vom Priester und Musikverein der Gemeinde Bollendorf gegen 19.30 Uhr empfangen. Gemeinsam zieht man bis zur Kirche. Das zweite Tagesziel ist erreicht.

Viele Pilger werden am Abend von Verwandten oder Bekannten abgeholt um sie nach Hause zu fahren. Ein weitere Teil schläft in Privatquartieren oder Pensionen. Die Schule in Bollendorf stellt freundlicherweise die Turnhalle zur Übernachtung zur Verfügung. Dies wird von ca. 25 Pilgern auch dankend angenommen.

Die folgende Nacht ist kurz.

Am Pfingstdienstag geht es bereits um 5.50 Uhr von der Kirche in Bollendorf weiter. Wieder geht es in zweier Reihen auf die letzte Etappe nach Echternach. Der Weg führt an der Sauer entlang.

In Echternacherbrück werden die Pilger von einer Abordnung des Willibrord Bauvereins Echternach empfangen. Gemeinsam geht man über die Brücke nach Echternacher. Begleitet wird die Prozession vom Waxweiler Musikverein. Man zieht durch die Stadt Echternach bis zur Basilika. Gegen 7.50 Uhr ziehen die Pilger in die Kirche.

Für die Pilger werden Sitzplätze freigehalten. Um 8.00 Uhr beginnt das feierliche Pontifikalamt mit hochrangigen Vertretern der katholischen Kirche.

Alle Pilger sind froh, die Strapazen der letzten Tage gut überstanden zu haben.

Nach dem Pontifikalamt erfolgt eine Ansprache im Ehrenhof. Gegen 9.30 Uhr stellen sich die Pilger zum Springen oder für die Bitt-Prozession auf.

Mit einer Schlussandacht in einer Kapelle der Abtei verabschieden sich die Pilger vom Grab des heiligen Willibrord und bedanken sich für seine Fürbitten.

Begleitet von einer Abordnung des Willibrord Bauvereins verlassen die Pilger Echternach in Richtung Echternacherbrück. Von dort erfolgt die Heimreise.

Seit 2007 wird wieder ein Bus für die Rückreise nach Waxweiler bzw. Prüm angeboten. Für die Nutzung ist eine Anmeldung zwingend notwendig.